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von 1974 bis 2005
Eine im Gemeindeblatt vom 8. April 1899 verlautbarte Kundmachung der Gemeindevorstehung Altach lautet: Da mit der Gründung einer freiwilligen Feuerwehr begonnen werden soll, wird Sonntag 9.April 1899 um 4 Uhr nachmittags im Schulhaus eine Zusammenkunft stattfinden, wozu die Angemeldeten erscheinen sollen. Der durch Jahrzehnte als Schriftführer der Feuerwehr fungierende Johann Weber gibt in seinen Aufzeichnungen den 9. April 1899 als Gründungstag an. Natürlich hatte es auch bereits schon früheren Zeiten also vor der Gründung einer Feuerwehr Wasser und Feuerkatastrophen gegeben. Wir erinnern uns nur an die Rheinüberschwemmungen in den Jahren 1888 u. 1890 und die vielen Brände von 1862 – 1899, denen nicht weniger als 10 Häuser zum Opfer fielen. Wenn es auch noch keinen im Sinne eines Vereines organisierten Feuer und Wasserschutzes gab, so fanden sich doch zu allen Zeiten freiwillige Helfer, wenn andere in Not und Bedrängnis waren. Wie es vor der Existenz eines geordneten Feuerlöschwesens in Altach ausgesehen hat, darüber gibt ein Bericht Auskunft, den Johann Jakob Ender Alt-Vorsteher am 20. Okt. 1862 verfasste.
Unter Punkt 8 Löschanstalten sind wie man selbe im Dorfe gewöhnlich zu treffen pflegt. Es ist eine große Spritze vorhanden, welche in einem eigenen Lokale am Schulhaus angebaut sich befindet.
Auch befinden sich dort 50 Feuerkübel als Eigentum der Gemeinde. Außerdem hat jeder Bürger die Verpflichtung, einen eigenen Feuerkübel zu halten. Das Schulhaus, von dem im Bericht die Rede ist, befand sich damals an der heutigen Abzweigung der Brolsstraße von der Schweizerstraße. Bei der Gründung der Freieilligen Feuerwehr Altach, hatte diese 14 Mitglieder und Ihr Kommandant war der Wagnermeister Franz Josef Fleisch. Eine der bedeutendsten Errungenschaften war in der damaligen Zeit die Umstellung des Spritzenwesens von Hand zum Motorbetrieb im Jahre 1929. Bereits im Jahre 1951 wurde das erste Feuerwehrauto aus amerikanischen Armeebeständen angeschafft. Die Unterbringung dieses Armeefahrzeuges und weiterer Gerätschaften erfolgte im Anbau eines Halbhauses an der Bollstraße Nr. 2, Bericht zu entnehmen ist , herrschten in dem als Provisorium erstelltem Feuerwehrhauses alsbald kaotische Zustände. Besonders in den Wintermonaten war die Einsatzbereitschaft sehr geschwächt zumal Pumpen und Fahrzeuge den oft tiefsten Wintertemperaturen ausgesetzt waren und dabei nur mit primitivsten Hilfsmittel Einsatzfähig gehalten werden konnten. Schulungsräumlichkeiten, sowie sanitäre Einrichtungen fehlten zur Gänze. So wurde auf Grund dieser Vorkommnisse im Jahre 1966 ein Ansuchen an die Gemeinde gerichtet, man möge ein neues Zuhause für die Feuerwehr erstellen. Nach mehrmaligen Interventionen von Seiten der Feuerwehr, gab die damalige Gemeindevertretung unter ihrem Bürgermeister Christian Schneider im Jahre 1973 grünes Licht für den Bau eines Feuerwehrhauses am Bergmannweg 14 mit der Auflage, dass sich die Feuerwehr verpflichtet, das alte Wirtschaftsgebäude bis auf die Grundmauern abzutragen. In über 1000 freiwilligen Arbeitsstunden von seitens der Feuerwehr wurde dieser Aufforderung Rechnung getragen. Und so konnte im darauf folgenden Jahre 1974 der Einzug in das neue Haus erfolgen.
Doch bereits nach 3 Jahrzehnte stellte sich ein immer größer werdender Platzmangel ein. Bedingt durch die außergewöhnlich große Bautätigkeit in unserer Gemeinde, wurden auch die Anforderungen an die örtliche Feuerwehr immer größer. Der Mannschaftsstand forderte eine Aufstockung, Fahrzeuge, Gerätschaften ersetzt bzw. neu angeschafft werden. Wenn auch die Statistik eine Rückläufigkeit der Brände aufzeigt, so nehmen hingegen die technischen Einsätze aller Art um ein vielfaches zu.
Durch die Anschaffung des ersten Tanklöschfahrzeuges im Jahre 1983 wurde auch in unserer Gemeinde eine neue Ära in der Brandbekämpfung eingeleitet. Wir erinnern nur an den Großbrand im Jahre 1994 in der Parzelle Hanfland, wo 3 Objekte durch Brandstiftung zerstört wurden, jedoch durch den Einsatz des neuen Tanklöschfahrzeuges noch mehr Unheil verhütet werden konnte. Auch in der Hochwasserbekämpfung sei hier besonders das Jahr 2000 hervorzuheben , waren es doch die Männer der Freiwilligen Feuerwehr ,welche tagelang im Einsatz standen, um so unserer Bevölkerung bestmöglichste Hilfe angedeihen zu lassen. Oder erinnern wir uns noch an den Hagelschaden am 19.6.2002, bei dem in unserer Gemeinde ca. 700 Objekte davon betroffen waren und die örtliche Feuerwehr zu nicht weniger als 50 Einsätzen gerufen wurde.
Mit der nun bevorstehenden feierlichen Einweihung und darauf folgenden Schlüsselübergabe am 5. Juni 2005 durch Bürgermeister Gottfried Brändle, geht nun der berechtigte Wunsch unserer Feuerwehr nach einer zweckmäßigen Unterkunft in Erfüllung. Denn nach eingehender Überprüfung aller von Seiten der Feuerwehr vorgetragenen Argumente bezüglich eines Um- oder Neubaues eines Feuerwehrhauses kam die Gemeindevertretung zum einmaligen Beschluss, auf dem ehemaligen Gunz-Areal an der Lirerstraße nach vorliegenden Plänen einer Unterkunft auf Weitblick die Bewilligung zu erteilen, um so den Männern unserer örtlichen Feuerwehr jene Möglichkeit zu schaffen die sie benötigen, um im Ernstfall bei Katastrophen jeglicher Art unserer Bevölkerung bestmöglichste Hilfe leisten zu können.
Möge der Wahlspruch:
„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“
unseren Feuerwehrmännern steht´s als Leitgedanke dienen.
Zusammengestellt von Ehrenkommandant Karl Ender
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